Lese- und Rechtschreibschwäche LRS

Schauen Sie bitte nicht weg, wenn Ihr Kind Rechtschreibprobleme hat oder sich beim Lesen schwer tut. Es merkt, dass etwas nicht stimmt und kann es meist nicht verstehen. Heutzutage gibt es professionelle Hilfe. Früh erkannt, kann jedem Kind geholfen werden.

Bildung und Intelligenz können nicht allein an einer korrekten Schriftsprache festgemacht werden. Ein Kind ist nicht dumm, nur weil es einen Text nicht fließend lesen kann oder im Diktat überdurchschnittlich viele Fehler macht. Die Erklärung Dummheit wäre banal und abwertend. Lesen und Schreiben ist wichtig und dennoch sind diese beiden Bereiche nur ein kleiner Teil des gesamten Lernpensums, das ein Kind während der Schulzeit zu bewältigen hat.

Ursachen in der Lese-und Rechtschreibschwäche, kurz LRS, sehen Experten in der unterschiedlichen Entwicklung der Kinder, längerer Krankheit, Wahrnehmungsproblemen oder auch dem ungünstig gestalteten Unterricht der Lehrer. Mittels eines Testverfahrens können Sie feststellen lassen, ob Ihr Kind LRS hat. Die Förderung darf nicht aus Vorwürfen und Strenge bestehen, sondern sollte gezielt von geschulten Fachleuten ausgeübt werden. Nicht die Schwächen sollen den Kindern vorgehalten werden, sondern sie sollen über ihre Stärken motiviert werden.

Wenn Sie merken, dass Ihr Kind nachhaltig Probleme beim Lesen und Schreiben hat, sollten Sie sich nicht scheuen, den Klassenlehrer darauf anzusprechen. Der nächste Schritt wäre der Gang zum zuständigen Beratungslehrer, der einen Test zuzüglich entsprechender Beurteilung durchführt. Kann er eine isolierte Leistungsschwäche feststellen, und bescheinigt diese auch der Schulpsychologe, dann können dem Kind bei der Notenvergabe vorgeschriebene Rücksichten eingeräumt werden, die auch im Zeugnis vermerkt werden. Das ist zwar eine Erleichterung für Sie und Ihr Kind, doch therapiert ist es dadurch noch nicht.

LRS-Fördermaßnahmen werden von geschulten Lehrern an den Schulen angeboten und durchgeführt. Gleichermaßen bieten auch Studienkreise und Förderprogramme außerschulische Hilfe an. Im Vordergrund sollte immer das Wohl des Kindes stehen. Es muss motiviert und gefördert, nicht überfordert werden. Das Erlernte wird immer wieder wiederholt, damit es im Gedächtnis bleibt. Schlimm wäre es, wenn Ihr Kind das Gefühl vermittelt bekäme, dass es zum Lesen und Schreiben zu dumm wäre. Eine frühe, individuelle Förderung verspricht gute Chancen, die Lese- und Rechtschreibschwäche in den Griff zu bekommen.

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